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Betriebliche Altersvorsorge

Erfüllen Sie den gesetzlicher Anspruch ihrer Arbeitnehmer auf Entgeltumwandlung und sichern Sie sich Steuervorteile und Einsparungen bei Lohnnebenkosten. Profitieren Sie von der Bindung und Motivation qualifizierter Mitarbeiter.

Was ist eine betriebliche Altersvorsorge?

Die betriebliche Altersvorsorge ist als kapitalgedeckte Zusatzversicherung eine vom Staat geförderte Form im Drei-Schichten-Modell der Altersvorsorge. Seit Jahren ist sie fester Bestandteil der Altersvorsorge in Deutschland. Der Staat kann den Rentenbedarf bei Weitem nicht mehr alleine stemmen.

Welche Vorteile haben Arbeitgeber?

Die betriebliche Altersvorsorge bringt viele Vorteile mit sich – und das gilt für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen.

Auch Arbeitgeber profitieren von der betrieblichen Altersvorsorge:

  • Steuerersparnis: Die Ausgaben für die betriebliche Altersvorsorge können Arbeitgeber als Betriebsausgaben verbuchen.
  • Senkung der Lohnnebenkosten: wenn der Arbeitnehmer die Entgeltumwandlung in Anspruch nimmt sinken die Lohnnebenkosten.
  • Mitarbeiterbindung und Mitarbeitermotivation: Hohe Attraktivität des Arbeitsplatzes aufgrund der Sozialverantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern.

Wie funktioniert die betriebliche Altersvorsorge?

Die betriebliche Altersvorsorge wird ausschließlich über den Arbeitgeber abgewickelt und dient der sozialen Absicherung des Arbeitnehmers. Die betriebliche Altersvorsorge beinhaltet folgende Leistungen: Altersversorgung, Invalidenversorgung sowie Hinterbliebenenversorgung. Sie kann entweder durch den Arbeitgeber, beispielsweise als Sozialleistung, durch den Arbeitnehmer (Entgeltumwandlung) oder durch beide Parteien gemeinsam finanziert werden.

Wissenswert: Die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge

1.    Direktversicherung: Hier handelt es sich um eine bestimmte Form der Rentenversicherung, die nach Ablauf auch komplett in einer Summe ausgezahlt werden kann. Die Beiträge werden entweder vom Arbeitgeber allein, vom Arbeitnehmer im Zuge der Entgeltumwandlung oder von beiden zu gleichen oder unterschiedlichen Teilen beglichen. Aufgrund des geringen Verwaltungsaufwands eignet sich eine Direktversicherung besonders für mittlere und kleinere Unternehmen.

2.    Pensionskasse: Die Pensionskasse ist eine Einrichtung zur Altersvorsorge für die Mitarbeiter eines Unternehmens. Diese kann als Betriebspensionskasse (ein Unternehmen), Konzernpensionskasse (mehrere Unternehmen eines Konzerns) oder Gruppenpensionskasse (mehrere Unternehmen aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen) geführt werden. Wie auch bei der Direktversicherung werden die Kosten dafür entweder vom Arbeitgeber beziehungsweise Arbeitnehmer allein oder von beiden zusammen getragen.

3.    Pensionsfonds: Dabei handelt es sich um eine versicherungsähnliche und rechtlich unabhängige Versorgungseinrichtung. Mit Pensionsfonds sind höhere Renditen möglich. Diese sind jedoch auch mit höheren Risiken verbunden. Auch hier liegt die Kostenübernahme entweder beim Arbeitgeber beziehungsweise Arbeitnehmer allein oder werden von beiden geteilt.

4.    Unterstützungskasse: Die Unterstützungskasse ist eine rechtlich eigenständige Versorgungsreinrichtung – in der Regel ein eingetragener Verein. Kongruent rückgedeckte Unterstützungskassen eigenen sich für die Versorgung von Führungskräften, Geschäftsführer sowie Gesellschafter-Geschäftsführer, da hier höhere Versorgungsleistungen abgebildet werden können.

5.    Pensionszusage/Direktzusage mit Rückstellung: Im Fall einer Pensions- oder Direktzusage verpflichtet sich der Arbeitgeber, seinen Mitarbeitern eine Betriebsrente zu zahlen. Das Modell der Pensionszusage durch Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) eignet sich für Fach- und Führungskräfte, die Sonderzahlungen wie beispielsweise Boni oder Tantiemen steuerbegünstigt und flexibel in eine betriebliche Altersvorsorge einbringen möchten. Wird die Pensionszusage vollständig kongruent rückgedeckt und an den Versorgungsberechtigten verpfändet, kann sie in der Handelsbilanz „auf null“ saldiert werden. Der Ausweis ist dabei nicht notwendig.

Die einzelnen Wege sind sehr unterschiedlich und nicht jeder Weg ist für jede Situation gleich gut geeignet. In jedem Fall gilt es, einen Experten um Rat zu fragen, um die individuelle Situation entsprechend zu analysieren und den richtigen Durchführungsweg für das eigene Unternehmen zu finden.